A Essen und Trinken
1. Darf ich bei Diabetes Typ 2 überhaupt noch Zucker essen?
Ja! Auch mit Diabetes Typ 2 darf man gelegentlich Zucker essen. Ein vollständiger Verzicht ist nicht zwingend notwendig.
Entscheidend ist, wie viel Zucker wir zu uns nehmen, wann wir ihn essen und wie unsere gesamte Ernährung zusammengesetzt ist.
Was passiert, wenn ich Zucker esse?
Zucker wird bei der Verdauung aufgenommen und kann den Blutzucker rasch ansteigen lassen. Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 funktioniert die Regulation des Blutzuckers nicht mehr ausreichend.
Dabei ist wichtig zu wissen: Nicht nur gewöhnlicher Haushaltszucker erhöht den Blutzucker. Auch Kohlenhydrate aus Brot, Reis, Kartoffeln und Teigwaren werden bei der Verdauung teilweise in Glukose umgewandelt.
Wie kann ich trotzdem etwas Süsses geniessen?
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Kleine Mengen bevorzugen: Ein oder zwei Stückchen Schokolade sind meist günstiger als eine ganze Tafel.
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Nach einer Hauptmahlzeit: Ein kleines Dessert nach einer ausgewogenen Mahlzeit ist häufig günstiger als Süssigkeiten allein auf nüchternen Magen.
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Zuckerhaltige Getränke vermeiden: Süssgetränke und Fruchtsäfte können den Blutzucker besonders schnell ansteigen lassen.
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Natürliche Alternativen wählen: Beeren mit ungesüsstem Naturjoghurt oder Quark sind eine gute Dessertidee.
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Blutzucker beobachten: Wer seinen Blutzucker misst, kann feststellen, wie der eigene Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert.
Muss ich auf Kuchen und Glace verzichten?
Nein. Ein kleines Stück Kuchen an einem Geburtstag oder gelegentlich eine Portion Glace sind nicht grundsätzlich verboten.
Wichtig ist, dass solche Ausnahmen nicht zur täglichen Gewohnheit werden und die Menge zur persönlichen Ernährung und Blutzuckereinstellung passt.
Auch Lebensmittel mit der Aufschrift «ohne Zuckerzusatz» können Kohlenhydrate enthalten und den Blutzucker erhöhen.
Mein Tipp für den Alltag
Wer Lust auf etwas Süsses hat, sollte es bewusst geniessen, statt nebenbei zu naschen. Eine kleine Portion, langsam gegessen, kann bereits zufriedenstellen.
Unser Merksatz:
«Diabetes Typ 2 bedeutet nicht, dass jeder Genuss verboten ist. Entscheidend sind das richtige Mass und die bewusste Auswahl.»
Wichtiger Hinweis: Die Verträglichkeit von Zucker ist individuell verschieden. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte seine Ernährung und Behandlung mit dem betreuenden Behandlungsteam abstimmen.
2. Wann darf ich etwas Süsses essen?
Die gute Nachricht: Auch mit Diabetes Typ 2 darf man gelegentlich etwas Süsses geniessen. Entscheidend sind der richtige Zeitpunkt, die Menge und die Kombination mit anderen Lebensmitteln.
1. Am besten nach einer Hauptmahlzeit
Wer Lust auf etwas Süsses hat, kann ein kleines Dessert direkt nach dem Mittag- oder Abendessen geniessen.
Warum? Eine ausgewogene Mahlzeit mit Gemüse, Eiweiss und gesunden Fetten kann die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen. Dadurch steigt der Blutzucker häufig weniger schnell an, als wenn man Süssigkeiten allein auf nüchternen Magen isst.
Allerdings zählen die Kohlenhydrate des Desserts weiterhin zur gesamten Mahlzeit.
2. Lieber kleine Portionen
Es muss nicht immer ein grosses Dessert sein. Oft genügt eine kleine Menge, um die Lust auf Süsses zu stillen.
Beispiele:
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Ein bis zwei Stückchen dunkle Schokolade
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Eine kleine Portion Glace
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Ein kleines Stück Kuchen
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Einige Erdbeeren mit Naturjoghurt
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Quark mit Beeren und etwas Zimt
3. Süssigkeiten nicht ständig zwischendurch essen
Wer über den ganzen Tag verteilt immer wieder Süssigkeiten nascht, nimmt leicht mehr Zucker und Kalorien zu sich als beabsichtigt.
Besser ist es, eine kleine Portion bewusst zu geniessen, statt ständig nebenbei zu naschen.
4. Bewegung nach dem Essen kann helfen
Ein kurzer Spaziergang nach einer Mahlzeit kann dazu beitragen, den Blutzuckeranstieg abzumildern.
Schon 10 bis 15 Minuten leichte Bewegung können sinnvoll sein, sofern die körperliche Verfassung dies erlaubt.
5. Den eigenen Blutzucker kennenlernen
Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Süssigkeiten.
Wer ein Blutzuckermessgerät oder einen Sensor verwendet, kann beobachten, wie sich der Blutzucker nach unterschiedlichen Desserts verändert.
So lässt sich mit der Zeit besser einschätzen, welche Mengen persönlich gut vertragen werden.
Mein persönlicher Alltagstipp
Süsses nicht verbieten, sondern bewusst einplanen.
Wer sich gelegentlich eine kleine Portion gönnt, muss deshalb kein schlechtes Gewissen haben. Wichtig ist, dass die Ernährung insgesamt ausgewogen bleibt.
Unser Merksatz
«Ein kleines Dessert nach einer ausgewogenen Mahlzeit ist häufig günstiger als Süssigkeiten zwischendurch. Nicht der völlige Verzicht, sondern das bewusste Geniessen zählt.»
Wichtiger Hinweis: Auch nach einer Hauptmahlzeit kann Süsses den Blutzucker deutlich erhöhen. Bei einer Unterzuckerung gelten andere Regeln: Dann müssen schnell wirksame Kohlenhydrate sofort eingenommen werden. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente verwendet, sollte dies mit seinem Behandlungsteam besprechen.
3. Ist es wichtig, welche Lebensmittel ich miteinander kombiniere?
Ja! Bei Diabetes Typ 2 spielt nicht nur eine Rolle, was wir essen, sondern auch, welche Lebensmittel wir miteinander kombinieren.
Die richtige Kombination kann dazu beitragen, dass der Blutzucker nach dem Essen langsamer und weniger stark ansteigt.
1. Warum ist die Kombination wichtig?
Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Reis, Kartoffeln oder Teigwaren können den Blutzucker erhöhen.
Wenn wir sie mit Eiweiss, gesunden Fetten und ballaststoffreichem Gemüse kombinieren, wird die Verdauung häufig verlangsamt. Dadurch gelangt die Glukose langsamer ins Blut.
Ein einfaches Beispiel:
Weniger günstig: Zwei Scheiben Weissbrot mit Konfitüre.
Günstiger: Eine Scheibe Vollkornbrot mit einem gekochten Ei, etwas Hüttenkäse und Tomaten.
Die zweite Variante enthält mehr Eiweiss und Ballaststoffe und sättigt meist länger.
2. Welche Lebensmittel passen gut zusammen?
KohlenhydrateGute ErgänzungVollkornbrotEi, Käse, Quark und GemüseKartoffelnFisch und BroccoliReisPoulet, Tofu und GemüseTeigwarenGemüse, Linsen und OlivenölFrüchteNaturjoghurt, Quark oder einige NüsseHaferflockenSkyr, Baumnüsse und Beeren
Diese Kombinationen können helfen, den Blutzuckeranstieg abzumildern. Die Portionsgrösse bleibt trotzdem wichtig.
3. Der gesunde Teller als einfache Orientierung
Eine ausgewogene Hauptmahlzeit lässt sich nach einer einfachen Regel zusammenstellen:
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½ Teller: Gemüse oder Salat
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¼ Teller: Eiweissreiche Lebensmittel wie Fisch, Eier, Poulet, Tofu oder Hülsenfrüchte
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¼ Teller: Kohlenhydratreiche Beilagen wie Kartoffeln, Vollkornreis oder Vollkornteigwaren
Dazu passt eine kleine Menge Olivenöl oder ein anderes hochwertiges Pflanzenöl.
4. Spielt auch die Reihenfolge beim Essen eine Rolle?
Ja, möglicherweise.
Untersuchungen zeigen, dass es bei manchen Menschen günstig sein kann, zuerst Gemüse und eiweissreiche Lebensmittel und erst danach die kohlenhydratreiche Beilage zu essen.
Das kann den Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit verringern. Es ist aber keine Pflicht und ersetzt keine ausgewogene Ernährung.
5. Drei praktische Beispiele aus dem Alltag
Frühstück: Naturjoghurt oder Skyr mit Haferflocken, Beeren und einigen Baumnüssen.
Mittagessen: Fisch mit Broccoli und einer kleinen Portion Kartoffeln.
Abendessen: Vollkornbrot mit Hüttenkäse, gekochtem Ei und einem gemischten Salat.
Alle drei Mahlzeiten enthalten eine Kombination aus Kohlenhydraten, Eiweiss und Ballaststoffen.
Mein Tipp für den Alltag
Versuchen Sie, kohlenhydratreiche Lebensmittel möglichst nicht isoliert zu essen. Ergänzen Sie sie mit Gemüse, Eiweiss und gegebenenfalls etwas gesundem Fett.
Beobachten Sie dabei Ihre Blutzuckerwerte. So finden Sie heraus, welche Kombinationen für Sie persönlich besonders gut funktionieren.
Unser Merksatz
«Nicht nur WAS wir essen, sondern auch WOMIT wir es kombinieren, beeinflusst unseren Blutzucker.»
Wichtiger Hinweis: Auch eine günstige Lebensmittelkombination macht grosse Kohlenhydratmengen nicht automatisch unproblematisch. Die gesamte Kohlenhydratmenge, die Portionsgrösse und die individuelle Blutzuckerreaktion bleiben entscheidend.
4. Darf ich Brot essen, und welches ist am besten?
Ja! Auch mit Diabetes Typ 2 dürfen Sie Brot essen. Sie müssen nicht darauf verzichten. Entscheidend sind die Brotsorte, die Menge und der Belag.
Brot enthält Kohlenhydrate, die bei der Verdauung teilweise in Glukose umgewandelt werden und dadurch den Blutzucker erhöhen können.
Allerdings ist Brot nicht gleich Brot!
1. Welches Brot ist besonders empfehlenswert?
Vollkornbrot ist meistens die beste Wahl.
Es enthält mehr Ballaststoffe als gewöhnliches Weissbrot. Diese können die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen und sorgen häufig für ein längeres Sättigungsgefühl.
Besonders empfehlenswert sind:
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100 % Vollkornbrot aus Weizen, Roggen oder Dinkel
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Roggenvollkornbrot
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Vollkornsauerteigbrot
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Vollkornknäckebrot ohne Zuckerzusatz
Wichtig: Dunkles Brot ist nicht automatisch Vollkornbrot. Auch ein dunkles Ruchbrot kann überwiegend aus raffiniertem Mehl bestehen. Achten Sie deshalb auf die Zutatenliste.
2. Welches Brot sollte ich eher selten essen?
Weissbrot, helle Weggli, Toastbrot und Zopf enthalten meist weniger Ballaststoffe und können den Blutzucker schneller ansteigen lassen.
Das bedeutet nicht, dass sie grundsätzlich verboten sind. Sie eignen sich aber weniger gut als tägliche Hauptwahl.
3. Wie viel Brot darf ich essen?
Die richtige Menge ist individuell verschieden.
Als praktische Orientierung können Sie mit einer Scheibe Vollkornbrot von etwa 40 bis 50 Gramm beginnen und beobachten, wie Ihr Blutzucker darauf reagiert.
Je nach Brotsorte enthält diese Menge ungefähr 15 bis 25 Gramm Kohlenhydrate.
Wer körperlich aktiv ist, benötigt möglicherweise andere Portionen als jemand, der sich wenig bewegt.
4. Welcher Brotbelag ist günstig?
Nicht nur das Brot, sondern auch der Belag spielt eine Rolle.
Günstige Kombinationen:
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Vollkornbrot mit gekochtem Ei und Tomaten
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Roggenvollkornbrot mit Hüttenkäse und Gurken
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Vollkornbrot mit Avocado und etwas Zitronensaft
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Vollkornbrot mit Quark und Radieschen
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Vollkornbrot mit Käse und einem gemischten Salat
Eiweiss, Ballaststoffe und gesunde Fette können den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit abmildern.
5. Darf ich Brot mit Butter und Konfitüre essen?
Ja, gelegentlich ist auch das möglich.
Konfitüre enthält allerdings häufig viel Zucker. Zusammen mit dem Brot erhöht sie die gesamte Kohlenhydratmenge.
Eine kleinere Portion Konfitüre auf Vollkornbrot ist deshalb meist günstiger als eine grosse Menge auf Weissbrot.
Auch zuckerreduzierte Konfitüre kann noch Kohlenhydrate enthalten.
6. Mein praktischer Alltagstipp
Probieren Sie verschiedene Vollkornbrotsorten aus und vergleichen Sie Ihre Blutzuckerwerte.
Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie ein kräftiges Roggenvollkornbrot besser vertragen als helles Toastbrot.
Wichtig ist nicht nur die Brotsorte, sondern auch die Portion und die gesamte Mahlzeit.
Unser Merksatz
«Brot ist bei Diabetes Typ 2 nicht verboten. Vollkorn statt Weissmehl, eine passende Portion und ein gesunder Belag machen den Unterschied.»
Wichtiger Hinweis: Auch Vollkornbrot enthält Kohlenhydrate und kann den Blutzucker erhöhen. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte grössere Ernährungsumstellungen mit seinem Behandlungsteam abstimmen.
5. Sind Kartoffeln, Reis und Teigwaren erlaubt?
Ja! Kartoffeln, Reis und Teigwaren sind auch bei Diabetes Typ 2 erlaubt. Sie müssen nicht vollständig auf diese beliebten Lebensmittel verzichten.
Entscheidend sind die Portionsgrösse, die Zubereitung und die Kombination mit anderen Lebensmitteln.
1. Warum beeinflussen diese Lebensmittel den Blutzucker?
Kartoffeln, Reis und Teigwaren enthalten Stärke. Diese wird bei der Verdauung grösstenteils in Glukose umgewandelt und kann den Blutzucker ansteigen lassen.
Wie stark der Anstieg ausfällt, hängt unter anderem von der Menge, der Zubereitung und der Zusammensetzung der gesamten Mahlzeit ab.
2. Kartoffeln – besser als ihr Ruf
Kartoffeln enthalten neben Stärke auch Kalium, Vitamin C und weitere wertvolle Nährstoffe.
Günstige Zubereitungen:
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Gekochte Kartoffeln oder Gschwellti
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Ofenkartoffeln mit wenig Olivenöl
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Kartoffelsalat mit Gemüse und einer leichten Sauce
Pommes frites, Chips und stark fetthaltige Kartoffelgerichte sollten dagegen eher gelegentlich auf dem Speiseplan stehen.
Mein Tipp: Werden gekochte Kartoffeln abgekühlt, bildet sich etwas resistente Stärke. Das kann die Blutzuckerreaktion günstig beeinflussen. Kartoffeln bleiben aber auch dann eine Kohlenhydratquelle.
3. Reis – die Sorte macht einen Unterschied
Weisser Reis enthält meist weniger Ballaststoffe als Vollkornreis.
Günstige Alternativen:
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Naturreis oder Vollkornreis
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Parboiled-Reis
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Basmatireis, möglichst als Vollkornvariante
Auch bei diesen Sorten kommt es auf die Menge an.
4. Teigwaren – Vollkorn bevorzugen
Teigwaren müssen bei Diabetes Typ 2 nicht vom Speiseplan verschwinden.
Vollkornteigwaren enthalten mehr Ballaststoffe als gewöhnliche helle Teigwaren. Auch Linsen- oder Kichererbsenteigwaren können eine interessante Alternative sein.
Mein Tipp: Teigwaren bissfest (al dente) kochen und mit reichlich Gemüse, etwas Olivenöl und einer Eiweissquelle kombinieren.
5. Wie gross darf eine Portion sein?
Die folgenden Mengen sind lediglich eine Orientierung für eine Hauptmahlzeit. Der persönliche Bedarf kann davon abweichen.
LebensmittelBeispielportion, gekochtKartoffeln150–200 gReis100–150 gTeigwaren100–150 g
Diese Portionen enthalten unterschiedliche Mengen an Kohlenhydraten. Sie sind deshalb nicht direkt austauschbar.
Wer seinen Blutzucker misst, kann beobachten, welche Portionen persönlich gut vertragen werden.
6. Der gesunde Teller hilft bei der Auswahl
Eine einfache Orientierung ist die Tellermethode:
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½ Teller: Gemüse oder Salat
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¼ Teller: Fisch, Poulet, Eier, Tofu oder andere Eiweissquellen
-
¼ Teller: Kartoffeln, Reis oder Teigwaren
So entsteht eine ausgewogene Mahlzeit, ohne dass Sie auf Ihre gewohnten Beilagen verzichten müssen.
7. Drei einfache Mahlzeitenbeispiele
Mittagessen: Gschwellti mit Kräuterquark und einem grossen gemischten Salat.
Abendessen: Naturreis mit gebratenem Fisch und Broccoli.
Vegetarisch: Vollkornteigwaren mit Zucchetti, Tomaten und Linsen.
Unser Merksatz
«Kartoffeln, Reis und Teigwaren sind nicht verboten. Entscheidend sind die Menge, die Zubereitung und das, was wir dazu essen.»
Wichtiger Hinweis: Auch Vollkornprodukte und abgekühlte Kartoffeln können den Blutzucker erhöhen. Die persönliche Verträglichkeit ist unterschiedlich. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente verwendet, sollte grössere Ernährungsumstellungen mit seinem Behandlungsteam besprechen.
6. Welches Obst darf ich bedenkenlos essen?
Die gute Nachricht: Auch mit Diabetes Typ 2 dürfen Sie grundsätzlich alle Obstsorten essen. Obst liefert wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Allerdings enthalten Früchte natürlichen Zucker. Deshalb sind die Obstsorte, die Portionsgrösse und die persönliche Blutzuckerreaktion wichtig.
Es gibt also kein Obst, das für alle Menschen mit Diabetes in unbegrenzter Menge bedenkenlos ist.
1. Welche Früchte sind besonders empfehlenswert?
Besonders günstig sind häufig Früchte, die viele Ballaststoffe enthalten und pro üblicher Portion vergleichsweise wenig Zucker liefern.
Gute Möglichkeiten für den Alltag:
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Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren: Ballaststoffreich und vergleichsweise zuckerarm.
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Heidelbeeren: Eine gute Wahl in angemessenen Portionen.
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Äpfel: Am besten mit Schale essen.
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Birnen: Enthalten wertvolle Ballaststoffe.
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Orangen und Mandarinen: Lieber als ganze Frucht statt als Saft.
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Kiwi: Liefert Vitamin C und Ballaststoffe.
-
Pfirsiche und Aprikosen: Eine abwechslungsreiche Ergänzung des Speiseplans.
2. Welche Früchte sollte ich bewusster portionieren?
Einige Früchte enthalten pro üblicher Portion mehr Kohlenhydrate oder werden leicht in grösseren Mengen gegessen.
Dazu gehören beispielsweise:
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Bananen
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Weintrauben
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Mangos
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Kaki
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Datteln und andere Trockenfrüchte
Wichtig: Diese Früchte sind nicht verboten! Es lohnt sich lediglich, besonders auf die Portion zu achten.
Eine kleine Banane kann beispielsweise gut in eine ausgewogene Ernährung passen.
3. Wie viel Obst darf ich täglich essen?
Als praktische Orientierung eignen sich häufig zwei Portionen Obst pro Tag, verteilt auf verschiedene Mahlzeiten.
Eine Portion kann beispielsweise sein:
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Ein kleiner Apfel
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Eine kleine Birne
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Eine Orange
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Eine Handvoll Beeren
-
Eine kleine Banane
Die ideale Menge hängt von Ihrem persönlichen Kohlenhydratbedarf und Ihrer Blutzuckereinstellung ab.
4. Obst allein oder kombiniert essen?
Obst lässt sich gut mit eiweiss- oder fetthaltigen Lebensmitteln kombinieren.
Beispiele:
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Erdbeeren mit Naturjoghurt
-
Heidelbeeren mit Skyr
-
Ein kleiner Apfel mit einigen Baumnüssen
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Himbeeren mit Magerquark
Solche Kombinationen können länger sättigen und den Blutzuckeranstieg teilweise abmildern.
5. Ist Fruchtsaft genauso gesund wie frisches Obst?
Nein, für den Blutzucker ist eine ganze Frucht meistens günstiger.
Beim Trinken von Fruchtsaft nehmen wir den Zucker mehrerer Früchte oft innerhalb kurzer Zeit auf. Gleichzeitig fehlen viele Ballaststoffe der ganzen Frucht.
Ein Glas Orangensaft kann deshalb den Blutzucker deutlich schneller ansteigen lassen als eine ganze Orange.
Das gilt auch für Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.
6. Sind Trockenfrüchte empfehlenswert?
Trockenfrüchte enthalten wenig Wasser. Dadurch ist der natürliche Zucker auf eine kleine Menge konzentriert.
Eine Handvoll Rosinen oder mehrere Datteln liefern deshalb schnell viele Kohlenhydrate.
Trockenfrüchte sind nicht verboten, sollten aber bewusst und in kleinen Portionen gegessen werden.
7. Mein persönlicher Alltagstipp
Greifen Sie möglichst zu frischem, ganzem Obst statt zu Fruchtsäften.
Beginnen Sie beispielsweise mit einer kleinen Portion Beeren oder einem Apfel.
Wer ein Blutzuckermessgerät oder einen Sensor verwendet, kann beobachten, welche Früchte und Mengen persönlich gut vertragen werden.
Unser Merksatz
«Obst gehört auch bei Diabetes Typ 2 zu einer gesunden Ernährung. Nicht die Frucht ist das Problem, sondern häufig die Menge und die Form, in der wir sie geniessen.»
Wichtiger Hinweis: Obst enthält natürlichen Zucker und kann den Blutzucker erhöhen. Die persönliche Reaktion ist unterschiedlich. Bei bestimmten Erkrankungen, beispielsweise einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung, können zusätzliche Ernährungsempfehlungen gelten.
7. Sind Bananen und Weintrauben zu süss?
Nein! Auch Menschen mit Diabetes Typ 2 dürfen Bananen und Weintrauben essen. Beide Früchte enthalten natürlichen Zucker, aber auch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe.
Entscheidend ist nicht, ob eine Frucht süss schmeckt, sondern wie viele Kohlenhydrate wir davon essen und wie unser Körper darauf reagiert.
1. Darf ich Bananen essen?
Ja. Bananen liefern unter anderem Kalium, Vitamin B6 und Ballaststoffe.
Eine mittelgrosse Banane enthält ungefähr 25 bis 30 Gramm Kohlenhydrate. Das ist mehr als bei vielen üblichen Portionen Beeren.
Mein Tipp: Beginnen Sie mit einer halben oder einer kleinen Banane und beobachten Sie Ihre Blutzuckerwerte.
Weniger reife Bananen enthalten mehr resistente Stärke als sehr reife Bananen. Dadurch kann die Blutzuckerreaktion etwas günstiger ausfallen.
2. Darf ich Weintrauben essen?
Auch Weintrauben sind erlaubt.
Sie enthalten allerdings relativ viel natürlichen Zucker und werden leicht in grösseren Mengen gegessen.
Eine Portion von ungefähr 80 bis 100 Gramm Weintrauben enthält etwa 14 bis 18 Gramm Kohlenhydrate.
Mein Tipp: Geben Sie eine kleine Portion Trauben in eine Schale, statt direkt aus einer grossen Traubenpackung zu essen.
So behalten Sie die Menge besser im Blick.
3. Ist die Kombination mit anderen Lebensmitteln sinnvoll?
Ja. Bananen und Weintrauben lassen sich gut mit eiweiss- oder fetthaltigen Lebensmitteln kombinieren.
Beispiele:
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Eine halbe Banane mit ungesüsstem Naturjoghurt
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Einige Bananenscheiben mit Skyr und Haferflocken
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Eine kleine Portion Weintrauben mit Hüttenkäse
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Einige Weintrauben zusammen mit ein paar Baumnüssen
Diese Kombinationen können länger sättigen und den Blutzuckeranstieg teilweise abmildern.
Die Kohlenhydrate der Früchte bleiben jedoch erhalten.
4. Was ist besser: Banane, Weintrauben oder Beeren?
Alle drei können Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.
ObstKohlenhydrate pro 100 g, ungefährErdbeeren8 gHimbeeren12 gWeintrauben18 gBananen23 g
Die Werte können je nach Sorte und Reifegrad variieren.
Beeren enthalten pro 100 Gramm meist weniger Kohlenhydrate als Bananen oder Weintrauben. Deshalb lassen sich davon häufig etwas grössere Portionen einplanen.
5. Mein persönlicher Alltagstipp
Sie müssen Ihre Lieblingsfrüchte nicht vom Speiseplan streichen.
Essen Sie eine kleine Portion, geniessen Sie diese bewusst und beobachten Sie gegebenenfalls Ihren Blutzucker.
Wer feststellt, dass eine ganze Banane den Blutzucker stark ansteigen lässt, kann es beim nächsten Mal mit einer halben Banane versuchen.
Unser Merksatz
«Bananen und Weintrauben sind bei Diabetes Typ 2 nicht verboten. Die richtige Portion macht den Unterschied.»
Wichtiger Hinweis: Die Blutzuckerreaktion ist individuell unterschiedlich. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte grössere Änderungen der Kohlenhydratzufuhr mit seinem Behandlungsteam abstimmen.
8. Ist Honig gesünder als gewöhnlicher Zucker?
Honig ist ein Naturprodukt. Aber für Menschen mit Diabetes Typ 2 ist er nicht wesentlich günstiger als gewöhnlicher Haushaltszucker.
Viele Menschen glauben, dass Honig den Blutzucker weniger beeinflusst, weil er natürlich ist. Das stimmt jedoch nur bedingt.
1. Was ist der Unterschied zwischen Honig und Zucker?
Gewöhnlicher Haushaltszucker besteht aus Saccharose, die bei der Verdauung in Glukose und Fruktose aufgespalten wird.
Honig enthält hauptsächlich Glukose und Fruktose sowie Wasser und geringe Mengen weiterer Inhaltsstoffe.
VergleichHonigHaushaltszuckerHerkunftNaturprodukt der BienenMeist aus Zuckerrüben oder ZuckerrohrZuckergehaltCa. 80 %Nahezu 100 %Kalorien pro 100 gCa. 300 kcalCa. 400 kcalWirkung auf BlutzuckerKann deutlich ansteigenKann deutlich ansteigenVitamine und MineralstoffeGeringe MengenPraktisch keine
Honig enthält zwar einige zusätzliche Inhaltsstoffe, doch die Mengen sind zu gering, um ihn zu einer bedeutenden Vitamin- oder Mineralstoffquelle zu machen.
2. Lässt Honig den Blutzucker weniger stark ansteigen?
Manche Honigsorten führen zu einem etwas langsameren Blutzuckeranstieg als gewöhnlicher Zucker.
Das hängt unter anderem vom Verhältnis zwischen Glukose und Fruktose ab.
Aber Vorsicht: Auch Honig enthält viel Zucker und kann den Blutzucker deutlich erhöhen.
Er ist deshalb kein Ersatz, den Menschen mit Diabetes bedenkenlos in grösseren Mengen verwenden können.
3. Darf ich trotzdem Honig essen?
Ja, gelegentlich und in kleinen Mengen.
Beispielsweise:
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Ein wenig Honig im Naturjoghurt
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Ein kleiner Teelöffel Honig auf Vollkornbrot
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Etwas Honig zum Verfeinern einer selbst gemachten Salatsauce
Ein gestrichener Teelöffel Honig von ungefähr 7 Gramm enthält bereits etwa 6 Gramm Zucker.
4. Was ist mit Ahornsirup, Agavendicksaft und braunem Zucker?
Auch diese Produkte werden häufig als gesündere Alternativen beworben.
Für den Blutzucker sind sie jedoch keine grundsätzlich besseren Lösungen.
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Ahornsirup: Enthält viel Zucker.
-
Agavendicksaft: Enthält besonders viel Fruktose, ist aber deshalb nicht automatisch gesünder.
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Brauner Zucker: Unterscheidet sich hinsichtlich der Blutzuckerwirkung kaum von weissem Zucker.
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Kokosblütenzucker: Enthält ebenfalls überwiegend Zucker.
Die Bezeichnung «natürlich» bedeutet also nicht automatisch «für Diabetes geeignet».
5. Wie kann ich Speisen ohne viel Zucker süssen?
Oft lässt sich die Süsse schrittweise reduzieren.
Praktische Möglichkeiten sind:
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Naturjoghurt mit frischen Beeren
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Quark mit Zimt und etwas Vanille
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Ungesüsster Tee mit Zitronenscheiben
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Selbst gemachtes Müesli ohne zugesetzten Zucker
Wer weniger stark süsst, gewöhnt sich häufig mit der Zeit an den natürlichen Geschmack der Lebensmittel.
6. Mein persönlicher Alltagstipp
Wenn Sie gerne Honig essen, müssen Sie nicht vollständig darauf verzichten.
Verwenden Sie ihn aber bewusst und sparsam.
Ein kleiner Teelöffel Honig ist nicht grundsätzlich problematisch. Entscheidend sind die gesamte Ernährung, die Menge und Ihre persönlichen Blutzuckerwerte.
Unser Merksatz
«Honig ist natürlich, aber trotzdem Zucker. Für den Blutzucker zählt vor allem die Menge – nicht, ob die Süsse aus dem Bienenstock oder der Zuckerdose stammt.»
Wichtiger Hinweis: Honig kann den Blutzucker erhöhen und sollte bei Diabetes Typ 2 wie andere zugesetzte Zucker berücksichtigt werden. Bei einer Unterzuckerung kann Honig unter bestimmten Umständen als schnell verfügbare Kohlenhydratquelle dienen; für die Behandlung gelten jedoch die individuell vereinbarten Empfehlungen.
9. Darf ich Schokolade essen?
Ja! Auch mit Diabetes Typ 2 dürfen Sie gelegentlich Schokolade geniessen. Sie müssen nicht auf alles verzichten, was Ihnen schmeckt.
Entscheidend sind die Schokoladensorte, die Menge und die Häufigkeit.
1. Welche Schokolade ist am besten?
Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil enthält häufig weniger Zucker als Milchschokolade.
Als Orientierung:
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Dunkle Schokolade mit 70–85 % Kakao: Häufig weniger Zucker, aber trotzdem reich an Fett und Kalorien.
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Milchschokolade: Enthält meist mehr Zucker.
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Weisse Schokolade: Enthält keinen Kakaoanteil in Form von Kakaomasse, dafür meist viel Zucker und Fett.
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Schokolade ohne Zuckerzusatz: Kann eine Alternative sein, enthält aber weiterhin Kohlenhydrate und Kalorien.
Wichtig: Ein hoher Kakaoanteil bedeutet nicht automatisch, dass die Schokolade den Blutzucker kaum beeinflusst. Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich.
2. Wie viel Schokolade darf ich essen?
Als kleine Genussportion eignen sich beispielsweise 10 bis 20 Gramm Schokolade.
Das entspricht je nach Tafel ungefähr ein bis drei Stückchen.
Diese Menge ist keine feste medizinische Grenze, sondern eine praktische Orientierung.
3. Wann esse ich Schokolade am besten?
Ein kleines Stück Schokolade direkt nach einer ausgewogenen Hauptmahlzeit kann günstiger sein als eine grössere Menge Schokolade allein auf nüchternen Magen.
Eiweiss, Fett und Ballaststoffe aus der Mahlzeit können die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen.
Die Kohlenhydrate der Schokolade zählen aber weiterhin zur gesamten Mahlzeit.
4. Ist dunkle Schokolade wirklich gesünder?
Dunkle Schokolade enthält Kakaobestandteile mit sogenannten Flavanolen.
Diese Pflanzenstoffe werden wegen möglicher positiver Wirkungen auf die Gefässgesundheit untersucht.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Schokolade ein Heilmittel gegen Diabetes ist.
Auch dunkle Schokolade liefert viele Kalorien. Sie sollte deshalb ein Genussmittel bleiben und nicht als Gesundheitsmassnahme betrachtet werden.
5. Was ist mit Diabetikerschokolade?
Spezielle Diabetikerschokolade ist in der Regel nicht notwendig.
Solche Produkte können Zuckerersatzstoffe enthalten, liefern aber häufig ähnlich viele Kalorien wie gewöhnliche Schokolade.
Grössere Mengen bestimmter Zuckeraustauschstoffe können zudem Blähungen oder Durchfall verursachen.
Besser ist es meistens, eine kleine Portion der bevorzugten Schokolade bewusst zu geniessen.
6. Mein persönlicher Alltagstipp
Kaufen Sie eine gute Schokolade, die Ihnen wirklich schmeckt.
Brechen Sie ein oder zwei Stückchen ab, legen Sie die Tafel wieder weg und geniessen Sie die kleine Portion langsam.
So wird Schokolade zu einem bewussten Genuss statt zu einer Gewohnheit.
Wer seinen Blutzucker misst, kann beobachten, wie der Körper darauf reagiert.
Unser Merksatz
«Auch mit Diabetes Typ 2 darf Schokolade Freude machen. Nicht der völlige Verzicht, sondern die bewusste Menge ist entscheidend.»
Wichtiger Hinweis: Schokolade enthält je nach Sorte Zucker, Fett und viele Kalorien. Durch den Fettgehalt kann sich der Blutzuckeranstieg teilweise verzögern. Zur Behandlung einer Unterzuckerung ist Schokolade deshalb nicht die erste Wahl; dafür eignen sich schnell wirksame Kohlenhydrate wie Traubenzucker besser.
10. Was ist ein gesundes Frühstück für Diabetiker?
Ein gesundes Frühstück soll gut schmecken, lange sättigen und den Blutzucker möglichst wenig schwanken lassen.
Dafür braucht es keine teuren Spezialprodukte und keine komplizierten Diätvorschriften. Oft reichen einige einfache Veränderungen unserer gewohnten Frühstücksmahlzeit.
1. Was gehört zu einem guten Frühstück?
Ein ausgewogenes Frühstück enthält möglichst:
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Eiweiss: Eier, Naturjoghurt, Skyr, Quark oder Hüttenkäse.
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Ballaststoffe: Vollkornbrot, Haferflocken, Gemüse oder Beeren.
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Gesunde Fette: Einige Baumnüsse, Mandeln, Leinsamen oder andere Kerne.
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Kohlenhydrate in passender Menge: Beispielsweise eine Scheibe Vollkornbrot oder eine kleine Portion Haferflocken.
Diese Kombination kann länger sättigen und den Blutzuckeranstieg nach dem Frühstück abmildern.
2. Vier gesunde Frühstücksideen
Frühstück 1 – Naturjoghurt mit Beeren
Naturjoghurt oder Skyr mit einer Handvoll Himbeeren, einigen Baumnüssen und einem Esslöffel Haferflocken.
Ein einfaches Frühstück mit Eiweiss, Ballaststoffen und gesunden Fetten.
Frühstück 2 – Vollkornbrot mit Ei
Eine Scheibe Vollkornbrot mit einem gekochten Ei, Hüttenkäse und frischen Tomaten oder Gurkenscheiben.
Besonders geeignet für Menschen, die lieber herzhaft frühstücken.
Frühstück 3 – Porridge
Eine kleine Portion Haferflocken, gekocht mit Milch oder ungesüsster pflanzlicher Alternative. Dazu etwas Naturjoghurt, Zimt und frische Beeren.
Haferflocken enthalten wertvolle Ballaststoffe. Die Portionsgrösse ist wichtig, da sie auch Kohlenhydrate liefern.
Frühstück 4 – Quark mit Früchten
Magerquark mit einem halben klein geschnittenen Apfel, etwas Zimt und einigen Mandeln.
Ein eiweissreiches Frühstück, das sich schnell zubereiten lässt.
3. Was sollte ich beim Frühstück eher vermeiden?
Einige typische Frühstücksprodukte enthalten viel Zucker oder wenig Ballaststoffe:
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Gesüsste Frühstücksflocken
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Knuspermüesli mit viel zugesetztem Zucker
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Weissbrot mit reichlich Konfitüre
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Süsse Gipfeli und Gebäck
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Gesüsste Fruchtjoghurts
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Orangensaft und andere Fruchtsäfte
Diese Lebensmittel sind nicht grundsätzlich verboten. Als tägliche Frühstücksgrundlage sind sie jedoch weniger günstig.
4. Darf ich Kaffee oder Tee trinken?
Ja. Ungesüsster Kaffee und Tee sind grundsätzlich gut geeignet.
Wer Milch hinzufügt, sollte beachten, dass diese etwas Milchzucker enthält.
Auf grosse Mengen Zucker, Sirup oder gesüsste Kaffeegetränke sollte möglichst verzichtet werden.
5. Muss ich überhaupt frühstücken?
Nein, nicht jeder Mensch muss frühstücken.
Wer morgens keinen Hunger hat, kann unter Umständen auch später die erste Mahlzeit einnehmen.
Wichtiger als eine starre Uhrzeit sind die gesamte Ernährung, die persönlichen Bedürfnisse und eine passende Blutzuckereinstellung.
Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte Mahlzeiten allerdings nicht ohne Rücksprache auslassen, da sonst Unterzuckerungen auftreten können.
6. Mein persönlicher Alltagstipp
Probieren Sie einmal folgendes Frühstück:
Ein Becher ungesüsster Naturjoghurt oder Skyr, eine Handvoll Beeren, einige Baumnüsse und etwas Haferflocken.
Es ist schnell zubereitet, schmeckt frisch und liefert wertvolle Nährstoffe.
Wenn Sie Ihren Blutzucker messen, können Sie beobachten, wie gut Sie dieses Frühstück vertragen.
Unser Merksatz
«Ein gutes Frühstück braucht nicht viel Zucker, sondern eine ausgewogene Kombination aus Eiweiss, Ballaststoffen und gesunden Fetten.»
Wichtiger Hinweis: Auch gesunde Frühstückslebensmittel können den Blutzucker erhöhen. Entscheidend sind die Portionsgrössen und die persönliche Reaktion. Bei einer Behandlung mit Insulin oder Medikamenten, die Unterzuckerungen verursachen können, sollten Änderungen der Frühstücksgewohnheiten mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.
11. Muss ich drei Mahlzeiten täglich essen?
Nein! Menschen mit Diabetes Typ 2 müssen nicht unbedingt drei Mahlzeiten am Tag essen. Ob zwei, drei oder mehrere kleinere Mahlzeiten sinnvoll sind, hängt von den persönlichen Bedürfnissen, dem Tagesablauf und der Diabetesbehandlung ab.
Viel wichtiger als die Anzahl der Mahlzeiten ist, was und wie viel wir insgesamt essen und wie unser Blutzucker darauf reagiert.
1. Sind drei Mahlzeiten am Tag sinnvoll?
Für viele Menschen sind Frühstück, Mittagessen und Abendessen eine gute Lösung.
Drei regelmässige Mahlzeiten können helfen, den Tagesablauf zu strukturieren, den Hunger besser einzuschätzen und ständiges Naschen zu vermeiden.
Es gibt jedoch keine allgemeine Vorschrift, dass jeder Mensch mit Diabetes Typ 2 genau dreimal täglich essen muss.
2. Darf ich das Frühstück auslassen?
Ja, grundsätzlich ist das möglich.
Wer morgens keinen Hunger hat, muss sich nicht zum Frühstück zwingen. Manche Menschen fühlen sich mit zwei Hauptmahlzeiten am Tag wohler.
Wichtig: Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente einnimmt, sollte Mahlzeiten nicht eigenmächtig auslassen. Sonst kann eine Unterzuckerung entstehen.
3. Sind fünf kleine Mahlzeiten besser als drei grosse?
Nicht unbedingt.
Früher wurde Menschen mit Diabetes häufig empfohlen, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen.
Heute weiss man, dass dies nicht für alle notwendig ist.
Wer ständig kleine Mengen isst, nimmt möglicherweise mehr Kalorien zu sich als beabsichtigt. Ausserdem können kohlenhydrathaltige Zwischenmahlzeiten den Blutzucker wiederholt ansteigen lassen.
Andererseits können kleinere, regelmässige Mahlzeiten für manche Menschen durchaus sinnvoll sein.
4. Sind längere Essenspausen gesund?
Essenspausen zwischen den Hauptmahlzeiten können helfen, unnötiges Naschen zu vermeiden.
Manche Menschen profitieren auch von einem begrenzten täglichen Essenszeitfenster.
Aber: Intervallfasten ist nicht automatisch besser als eine ausgewogene Ernährung mit regelmässigen Mahlzeiten.
Besonders bei älteren Menschen ist darauf zu achten, dass ausreichend Energie, Eiweiss und wichtige Nährstoffe aufgenommen werden.
Wer Insulin oder Medikamente mit Unterzuckerungsrisiko verwendet, sollte Fasten nur nach ärztlicher Absprache ausprobieren.
5. Was ist, wenn ich zwischendurch Hunger bekomme?
Dann dürfen Sie selbstverständlich etwas essen.
Geeignete kleine Zwischenmahlzeiten sind beispielsweise:
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Ungesüsster Naturjoghurt
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Eine kleine Handvoll Baumnüsse oder Mandeln
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Gemüsesticks mit Hüttenkäse
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Ein kleiner Apfel mit einigen Nüssen
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Ein gekochtes Ei
Entscheidend ist, ob tatsächlich Hunger besteht oder ob man lediglich aus Gewohnheit, Langeweile oder Appetit isst.
6. Was ist für mich persönlich am besten?
Das können Sie selbst beobachten.
Stellen Sie sich folgende Fragen:
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Habe ich morgens überhaupt Hunger?
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Bin ich nach meinen Mahlzeiten angenehm satt?
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Esse ich häufig zwischendurch?
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Wie entwickeln sich meine Blutzuckerwerte?
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Fühle ich mich mit zwei oder drei Mahlzeiten wohler?
Ein Ernährungstagebuch und gegebenenfalls die Blutzuckermessungen können helfen, den passenden Rhythmus zu finden.
7. Mein persönlicher Alltagstipp
Beginnen Sie mit einem einfachen und regelmässigen Essensrhythmus, der zu Ihrem Leben passt.
Vermeiden Sie möglichst das ständige Naschen nebenbei und achten Sie bei jeder Hauptmahlzeit auf genügend Gemüse, Eiweiss und eine passende Menge Kohlenhydrate.
Sie müssen nicht nach der Uhr essen, wenn Sie keinen Hunger haben – vorausgesetzt, Ihre Diabetesbehandlung lässt dies zu.
Unser Merksatz
«Nicht die Anzahl der Mahlzeiten entscheidet über eine gute Blutzuckereinstellung, sondern die gesamte Ernährung, die passenden Portionen und der persönliche Tagesrhythmus.»
Wichtiger Hinweis: Bei einer Behandlung mit Insulin oder bestimmten Diabetesmedikamenten können ausgelassene oder stark verspätete Mahlzeiten Unterzuckerungen verursachen. Auch bei ungewolltem Gewichtsverlust, Gebrechlichkeit oder anderen Erkrankungen ist ein individuell abgestimmter Mahlzeitenplan wichtig. Besprechen Sie grössere Änderungen deshalb mit Ihrem Behandlungsteam.
13. Darf ich gelegentlich Pizza oder einen Hamburger essen?
Ja! Auch mit Diabetes Typ 2 dürfen Sie gelegentlich eine Pizza oder einen Hamburger geniessen. Sie müssen nicht vollständig auf Ihre Lieblingsgerichte verzichten.
Entscheidend sind die Portionsgrösse, die Zutaten, die Zubereitung und wie häufig solche Mahlzeiten auf Ihrem Speiseplan stehen.
1. Warum können Pizza und Hamburger den Blutzucker beeinflussen?
Pizza und Hamburger enthalten häufig grössere Mengen an Kohlenhydraten, Fett und Salz.
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Pizza: Der Teig liefert Kohlenhydrate, die den Blutzucker erhöhen können. Käse und andere fettreiche Beläge können die Verdauung verlangsamen.
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Hamburger: Das Brötchen enthält Kohlenhydrate. Dazu kommen je nach Zubereitung Käse, Saucen und Fleisch.
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Pommes frites: Liefern zusätzliche Kohlenhydrate, Fett und Kalorien.
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Süssgetränke: Können den Blutzucker besonders schnell ansteigen lassen.
Bei fettreichen Mahlzeiten kann der Blutzucker auch erst mehrere Stunden nach dem Essen stärker ansteigen.
2. Wie kann ich eine Pizza günstiger gestalten?
Eine Pizza lässt sich mit einigen einfachen Veränderungen ausgewogener zubereiten.
Meine Tipps:
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Wählen Sie nach Möglichkeit einen dünnen Boden.
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Bevorzugen Sie Gemüsebeläge wie Tomaten, Peperoni, Champignons, Zucchetti oder Spinat.
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Verwenden Sie Käse in angemessener Menge.
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Verzichten Sie möglichst auf grosse Mengen Salami oder andere stark verarbeitete Fleischwaren.
-
Essen Sie dazu einen gemischten Salat.
-
Wenn die Pizza sehr gross ist, können Sie einen Teil für den nächsten Tag aufbewahren.
Ein Beispiel: Eine kleinere Pizza mit Tomaten, Mozzarella, Champignons und Peperoni, dazu ein frischer Salat.
3. Was ist bei einem Hamburger zu beachten?
Auch ein Hamburger kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Günstige Möglichkeiten:
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Ein normal grosser Hamburger statt eines Doppelburgers
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Mageres Fleisch, Poulet oder eine pflanzliche Alternative
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Reichlich Salat, Tomaten und Gurken
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Weniger Mayonnaise und süsse Saucen
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Nach Möglichkeit ein Vollkornbrötchen
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Salat statt einer grossen Portion Pommes frites
Ein Hamburger mit Gemüse und Wasser als Getränk ist häufig eine günstigere Wahl als ein grosses Menü mit Pommes und Cola.
4. Muss ich bei einem Restaurantbesuch verzichten?
Nein. Ein Restaurantbesuch soll Freude machen.
Sie können beispielsweise eine kleinere Pizza bestellen, einen Salat dazu wählen oder beim Hamburger auf zusätzliche Beilagen verzichten.
Es geht nicht darum, jedes Gericht perfekt zusammenzustellen, sondern insgesamt bewusste Entscheidungen zu treffen.
5. Hilft Bewegung nach dem Essen?
Ja. Ein kurzer Spaziergang nach einer Mahlzeit kann dazu beitragen, den Blutzuckeranstieg abzumildern.
Schon 10 bis 15 Minuten leichte Bewegung können sinnvoll sein, sofern Ihre körperliche Verfassung dies erlaubt.
Bewegung macht eine sehr grosse Mahlzeit allerdings nicht automatisch unproblematisch.
6. Was zeigt mir mein Blutzuckersensor?
Wer seinen Blutzucker misst, kann beobachten, wie der Körper auf Pizza oder Hamburger reagiert.
Bei fettreichen Mahlzeiten lohnt es sich besonders, auch den späteren Verlauf zu beachten. Der Blutzucker kann noch mehrere Stunden nach dem Essen erhöht sein.
So lernen Sie, welche Portionen und Zusammenstellungen für Sie persönlich besser geeignet sind.
7. Mein persönlicher Alltagstipp
Wenn Sie Lust auf Pizza oder einen Hamburger haben, geniessen Sie die Mahlzeit bewusst.
Wählen Sie eine angemessene Portion, ergänzen Sie Gemüse oder Salat und trinken Sie Wasser dazu.
Ein gelegentliches Lieblingsgericht bedeutet nicht, dass Sie Ihre gesunden Ernährungsgewohnheiten aufgeben.
Unser Merksatz
«Auch mit Diabetes Typ 2 darf Essen Freude machen. Pizza und Hamburger sind nicht verboten – entscheidend sind die Portion, die Zutaten und die Häufigkeit.»
Wichtiger Hinweis: Besonders grosse und fettreiche Mahlzeiten können zu einem länger anhaltenden oder verzögerten Blutzuckeranstieg führen. Wer Insulin verwendet, sollte die Behandlung solcher Mahlzeiten mit seinem Diabetesteam besprechen und die Insulindosis nicht eigenmächtig verändern.
14. Welche Getränke sind besonders empfehlenswert?
Wasser ist das beste Getränk für Menschen mit Diabetes Typ 2. Es enthält weder Zucker noch Kalorien und lässt den Blutzucker nicht ansteigen.
Auch ungesüsster Tee und Kaffee sind grundsätzlich gut geeignet. Entscheidend ist, dass wir genügend trinken und möglichst wenig Zucker über Getränke aufnehmen.
1. Welche Getränke sind besonders empfehlenswert?
Leitungswasser und Mineralwasser
Wasser ist die erste Wahl. Ob mit oder ohne Kohlensäure, spielt für den Blutzucker keine Rolle.
Für etwas Abwechslung können Sie Zitronenscheiben, Gurken, Minze oder einige Beeren ins Wasser geben.
Ungesüsster Tee
Kräutertee, Früchtetee, Schwarztee und Grüntee sind gute Möglichkeiten. Sie können warm oder kalt getrunken werden.
Kaffee ohne Zucker
Auch Kaffee ist in üblichen Mengen erlaubt. Ein wenig Milch ist grundsätzlich kein Problem. Grössere Mengen Zucker, Sirup oder gesüsste Rahmzusätze sollten möglichst vermieden werden.
2. Wie viel sollte ich täglich trinken?
Für viele Erwachsene sind ungefähr 1,5 bis 2 Liter Getränke pro Tag eine praktische Orientierung.
Bei Hitze oder körperlicher Aktivität kann der Bedarf steigen.
Die passende Trinkmenge hängt jedoch von der Gesundheit und den persönlichen Umständen ab. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen kann eine ärztlich festgelegte Trinkmenge notwendig sein.
3. Warum sind Süssgetränke ungünstig?
Cola, Limonaden, Eistee und andere gezuckerte Getränke enthalten häufig grosse Mengen Zucker.
Ein halber Liter gewöhnliche Cola enthält ungefähr 50 bis 55 Gramm Zucker – das entspricht etwa 13 bis 14 Würfelzuckern zu je 4 Gramm.
Da der Zucker in flüssiger Form aufgenommen wird, kann der Blutzucker besonders schnell ansteigen.
Mein Tipp: Ersetzen Sie Süssgetränke möglichst durch Wasser oder ungesüssten Tee.
4. Ist Fruchtsaft gesund?
Fruchtsäfte enthalten zwar Vitamine, aber auch viel natürlichen Zucker.
Ein Glas Orangensaft kann den Zucker mehrerer Orangen enthalten, ohne die gleiche Menge an Ballaststoffen zu liefern.
Deshalb ist eine ganze Orange für den Alltag meistens günstiger als ein Glas Orangensaft.
Auch Fruchtsaft mit der Aufschrift «ohne Zuckerzusatz» enthält natürlichen Zucker.
5. Darf ich Cola Zero oder andere Light-Getränke trinken?
Ja, gelegentlich sind zuckerfreie Light-Getränke eine Möglichkeit.
Sie enthalten meist keinen oder kaum Zucker und erhöhen den Blutzucker in der Regel deutlich weniger als gewöhnliche Süssgetränke.
Als tägliches Hauptgetränk sind Wasser und ungesüsster Tee jedoch die bessere Wahl.
6. Was ist mit Milch?
Milch liefert Eiweiss und Kalzium, enthält aber auch Milchzucker.
Ein Glas Milch kann deshalb den Blutzucker beeinflussen.
Milch ist nicht verboten, sollte jedoch als Lebensmittel mit Nährstoffen und Kohlenhydraten betrachtet werden und nicht einfach als Ersatz für Wasser dienen.
Ungesüsste pflanzliche Alternativen können ebenfalls geeignet sein. Achten Sie auf die Nährwertangaben, denn der Kohlenhydrat- und Eiweissgehalt unterscheidet sich stark.
7. Und alkoholische Getränke?
Alkohol ist für eine gesunde Ernährung nicht notwendig. Am günstigsten ist es, keinen Alkohol zu trinken.
Alkoholische Getränke können Kalorien und Zucker enthalten. Ausserdem kann Alkohol insbesondere bei Menschen, die Insulin oder bestimmte Diabetesmedikamente verwenden, das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen – teilweise erst Stunden später.
8. Mein persönlicher Alltagstipp
Stellen Sie morgens eine Karaffe Wasser bereit.
Geben Sie einige Zitronenscheiben oder frische Minze hinein. So haben Sie den ganzen Tag ein erfrischendes Getränk griffbereit.
Wer bisher regelmässig Süssgetränke trinkt, kann mit dem Wechsel zu Wasser bereits eine wichtige Veränderung für seine Gesundheit erreichen.
Unser Merksatz
«Was wir trinken, beeinflusst unseren Blutzucker. Wasser und ungesüsster Tee sind die besten Durstlöscher – ganz ohne versteckten Zucker.»
Wichtiger Hinweis: Bei Herzschwäche, bestimmten Nierenerkrankungen oder einer ärztlich verordneten Flüssigkeitsbeschränkung gelten individuelle Trinkempfehlungen. Stark erhöhter Blutzucker kann zu vermehrtem Durst und häufigem Wasserlassen führen. Bei solchen Beschwerden sollten die Blutzuckerwerte überprüft und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.
15. Sind zuckerfreie Produkte wirklich besser?
Nicht unbedingt! Die Aufschrift «zuckerfrei» bedeutet nicht automatisch, dass ein Lebensmittel gesund oder für Menschen mit Diabetes Typ 2 besonders geeignet ist.
Zuckerfreie Produkte können durchaus hilfreich sein. Entscheidend ist jedoch, welche anderen Zutaten sie enthalten und wie sie sich auf den Blutzucker auswirken.
1. Was bedeutet eigentlich «zuckerfrei»?
Ein Lebensmittel darf in der Schweiz und in der EU als «zuckerfrei» bezeichnet werden, wenn es höchstens 0,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter enthält.
Das bedeutet aber nicht, dass es keine Kohlenhydrate oder Kalorien enthält.
Ein Beispiel: Zuckerfreie Guetzli können viel Mehl und Stärke enthalten. Diese Kohlenhydrate werden bei der Verdauung teilweise in Glukose umgewandelt und können den Blutzucker erhöhen.
2. Sind Produkte «ohne Zuckerzusatz» besser?
Nicht automatisch.
«Ohne Zuckerzusatz» bedeutet, dass dem Produkt keine Zuckerarten oder andere Lebensmittel zum Süssen zugesetzt wurden.
Es kann trotzdem von Natur aus Zucker enthalten.
Beispiele:
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Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz enthält natürlichen Fruchtzucker.
-
Ungesüsster Naturjoghurt enthält Milchzucker.
-
Trockenfrüchte enthalten konzentrierten natürlichen Zucker.
Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle.
3. Was ist mit Süssstoffen?
Süssstoffe wie Stevia beziehungsweise Steviolglycoside, Sucralose oder Aspartam liefern wenig oder keine Energie und erhöhen den Blutzucker normalerweise nicht direkt.
Sie können helfen, Zucker einzusparen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass damit gesüsste Produkte automatisch gesund sind oder beim Abnehmen helfen.
Mein Tipp: Gewöhnen Sie sich nach Möglichkeit schrittweise an weniger süsse Lebensmittel und Getränke.
4. Was ist mit Zuckeraustauschstoffen?
Manche zuckerfreien Produkte enthalten sogenannte Zuckeralkohole, beispielsweise Maltit, Sorbit oder Erythrit.
Diese unterscheiden sich in ihrer Wirkung:
-
Maltit: Kann den Blutzucker erhöhen, meist weniger stark als gewöhnlicher Zucker.
-
Sorbit: Beeinflusst den Blutzucker in der Regel weniger stark als Zucker.
-
Erythrit: Hat normalerweise kaum einen direkten Einfluss auf den Blutzucker.
Grössere Mengen bestimmter Zuckeralkohole können Blähungen oder Durchfall verursachen.
5. Sind zuckerfreie Guetzli und Schokolade empfehlenswert?
Nicht unbedingt.
Auch zuckerfreie Schokolade kann viel Fett und Kalorien enthalten.
Zuckerfreie Guetzli können weiterhin grosse Mengen Stärke enthalten.
Wer solche Produkte kauft, sollte deshalb nicht nur auf die Aufschrift «zuckerfrei» achten, sondern die gesamte Zusammensetzung prüfen.
6. Worauf sollte ich beim Einkaufen achten?
Ein kurzer Blick auf die Nährwerttabelle hilft.
AngabeWarum ist sie wichtig?KohlenhydrateKönnen den Blutzucker beeinflussenDavon ZuckerZeigt den enthaltenen ZuckeranteilBallaststoffeKönnen die Verdauung und Sättigung günstig beeinflussenFettWichtig für die gesamte EnergiezufuhrKalorienBesonders relevant bei einer gewünschten GewichtsreduktionZutatenlisteZeigt unter anderem Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe
Besonders wichtig: Die Angabe «davon Zucker» zeigt nicht alle Kohlenhydrate, die den Blutzucker beeinflussen können.
7. Welche Produkte sind im Alltag eine gute Wahl?
Oft sind einfache, wenig verarbeitete Lebensmittel die beste Lösung.
Beispiele:
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Naturjoghurt statt gesüsstem Fruchtjoghurt
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Frische Beeren statt süsser Desserts
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Wasser statt Limonade
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Ungesüsstes Müesli statt stark gesüsster Frühstücksflocken
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Nüsse statt süsser Knabbereien
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Vollkornbrot statt süssem Gebäck
Diese Lebensmittel müssen nicht ausdrücklich als «Diabetikerprodukte» bezeichnet sein.
8. Mein persönlicher Alltagstipp
Lassen Sie sich beim Einkaufen nicht allein von grossen Aufschriften wie «zuckerfrei», «light» oder «ohne Zuckerzusatz» überzeugen.
Drehen Sie die Verpackung um und lesen Sie die Nährwerttabelle.
Vergleichen Sie besonders die Kohlenhydrate, den Zuckergehalt, die Ballaststoffe und die Kalorien.
Mit etwas Übung erkennen Sie schnell, welche Produkte tatsächlich eine gute Wahl sind.
Unser Merksatz
«Zuckerfrei bedeutet nicht automatisch gesund. Entscheidend ist, was insgesamt im Lebensmittel steckt – nicht nur, was vorne auf der Verpackung steht.»
Wichtiger Hinweis: Auch zuckerfreie Produkte können den Blutzucker beeinflussen. Wer Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente verwendet, sollte bei der Berechnung seiner Kohlenhydratzufuhr die tatsächliche Zusammensetzung der Lebensmittel berücksichtigen.
Jenseits des Gewöhnlichen
Hier beginnt unsere Reise. Lernen Sie unser Unternehmen und unsere Arbeit kennen. Wir legen großen Wert auf Qualität und hervorragenden Service. Begleiten Sie uns, während wir gemeinsam wachsen und erfolgreich sind. Wir freuen uns, dass Sie hier sind, um Teil unserer Geschichte zu sein.